Alles über die Corona Warn-App (Tracing App wird am 16. Juni von Bundesregierung und Jens Spahn vorgestellt)

Nach langer Ankündigung ist sie da: Die Corona-Warn-App!

Noch ist sie freiwillig, aber Gerüchte über die mögliche Verpflichtung zur Nutzung, insbesondere für Ärzte und Pflegepersonal halten sich hartnäckig. Was ist dran? Was ist wahr?

Der Sinn hinter der App liegt darin die derzeitige Pandemie weiter einzudämmen und eine zweite Welle zu vermeiden. Klingt erstmal gut, aber ist das überhaupt notwendig? Heiligt das Ziel in diesem Fall die Datenrisiken und immer wieder geäußerten Bedenken der Bevölkerung? Experten des Frankfurter Gesundheitsamtes gehen derzeit nicht von einer zweiten Welle aus, sondern erachten lediglich einen “Hubbel” in den Infektionszahlen, nach in Kraft treten weiterer Lockerungen für wahrscheinlich. Deshalb lehnt dieses Gesundheitsamt die Corona-App ab! Auch geben sie zu bedenken, dass die , Funktionsweise der App unbegründete Befürchtungen bei Menschen entstehen lassen könnte, die negative Folgen für die Individuen und die Gesellschaft als Ganzes haben könnten, da es dann zu einer Überlastung der Gesundheitsämter kommen kann.

Ganz anders gab sich der Virologe Christian Drosten. Noch Anfang April schwärmte er gerade zu von der neuen App und den damit verbunden Möglichkeiten. 

Man sieht die Meinungen sind gespalten. Vielleicht sollte man sich also ein eigenes Bild machen. Was du über die neue App wissen musst:

Mit derzeit noch fast 6.000 Infizierten in Deutschland, sind die Infektionszahlen zwar schon deutlich gesunken innerhalb der letzten Wochen, durch die Corona-Warn-App soll jetzt zusätzlich versucht werden, Infektionsketten noch weiter einzudämmen. Ob das zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch sinnvoll ist bleibt fragwürdig. 

Das Funktionsprinzip der Warn-App klingt ersteinmal einfach: Die App stellt über Funktechnik fest, ob sich eine infizierte Person in deiner Nähe befunden hat. Allerdings wird angezweifelt, ob das Ganze auch wirklich so reibungslos funktioniert. Es wird zu bedenken gegeben, dass die Funktechnik nicht für Abstandsmessung entwickelt wurde, es wird angenommen, dass sich die Sendeleistung der App von Handy zu Handy unterscheidet. Auch der genaue Zeitraum,  des vermeintlichen Kontaktes mit einer anderen Person, der mit der App erfasst werden soll, ist derzeit noch nicht klar definiert. Die App ist demnach auch nicht in der Lage bestimmte Aspekte des Kontaktes mit einzubeziehen. Zum Beispiel ob Schutzmaßnahmen, wie Plexiglasscheiben oder Nasen-Mund-Masken, involviert waren. 

Außerdem ist die App für einige Geräte mit älteren Betriebssystemen von iOS oder Android nicht kompatibel. Es bleiben viele Zweifel an der Funktionalität der App.

Am Ende stellt sich erneut die Frage der sogenannten Freiwilligkeit. Es wird regelmäßig darauf hingewiesen, dass die App nur sinnvoll  sei, wenn mindestens 60% der Bevölkerung “freiwillig” mitmachen. Sollte das nicht der Fall sein müsse über Verpflichtungen gesprochen werden. Im Endeffekt also ist die Freiwilligkeit nur freiwillig, solange alle brav mitmachen. Ein Paradoxon das seinesgleichen sucht und zurecht für Kopfschütteln sorgt.

Die Corona-App spaltet die Gemüter und es ist wichtig, dass wir uns informieren, anstatt blind mit dem Strom zu gehen, denn unbestritten hat diese Maßnahme starke Schwachstellen vorzuweisen.